Wohnpark am Südhang in Bielefeld Theesen
1991
Am Südhang - Littstraße, in 33739 Bielefeld-Theesen
Wohnanlage
Gut
Der seit 1991 bewohnte Wohnpark Am Südhang umfasst 40 Mietwohnungen und zehn Einfamilienhäuser auf einem rund 7.500 Quadratmeter großen Grundstück. Die Anlage gliedert sich in drei Baugruppen: zwei mehrgeschoßige Wohngebäude und einen Komplex aus zehn zweigeschoßigen Einfamilienhäusern.
Die Bebauung ist in die nach Süden abfallende Hanglage eingefügt. Die einzelnen Baukörper folgen dem Gelände in gestaffelter Anordnung, sodass unterschiedliche Höhenlagen, Terrassen und begrünte Zwischenräume entstehen. Die Südhanglage bestimmt zugleich die Ausrichtung der Gebäude: Große Fensterflächen, Balkone und Terrassen öffnen sich nach Süden wie Westen und nutzen den Lichteinfall sowie den Blick über die tiefer gelegene Umgebung in Richtung Stadt bzw. Teutoburger Wald.
Die Baukörper setzen sich aus gegeneinander versetzte, teils rechtwinklig, teils in aufgeweiteten Winkeln zueinander angeordneten Volumen additiv zusammen. Flachdächer, Vor- und Rücksprünge sowie unterschiedlich ausgebildete Hauseingänge, Fenster, Balkone und Loggien gliedern die Gebäude. Auch die Kettenhäuser unterscheiden sich in Größe und Grundriss und sind nicht als gleichförmige Reihenhauszeile angelegt.
Die Wohnungen und ihre Freibereiche sind so angeordnet, dass die Privatsphäre der Bewohner gewahrt und die Balkone von benachbarten Wohnungen aus möglichst wenig einsehbar sind. Die gegliederte Bauweise und die jeweils nur wenigen Wohnungen zugeordneten Eingänge unterstützen den Eindruck eigenständiger Wohnbereiche innerhalb der Gesamtanlage.
Die Gebäude umschließen Grünräume, die sich zwischen den Baukörpern über das Hanggrundstück erstrecken. Tiefgarage und Zufahrt sind in die Freiraumgestaltung einbezogen. Weiße Kalksandstein- und Putzflächen bestimmen die Fassaden; ihnen sind dunkle Fensterrahmen, Hauseingänge, Holzbauteile und konstruktive Elemente gegenübergestellt. Je nach Sonnenstand und Witterung reflektieren die weißen Flächen das Licht, verändern ihre Wirkung und werden gelegentlich als „mediterran“ beschrieben. Teilweise begrünte Flachdächer sowie sechs Skulpturen aus Diabas von Susanne Albrecht und Paulo Boer sind in Grünräume, Innenhöfe und Dachgarten der Anlage integriert.